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Name und Herkunft des Witikobundes
Der Witikobund e.V. ist eine parteipolitisch ungebundene Gemeinschaft von Menschen guten Willens, die helfen wollen, Unrecht zu überwinden.
Er wurde nach einer 1947 beginnenden Sammlungsbewegung 1950 in Stuttgart gegründet und trägt seit dieser Zeit den Namen der historischen Romangestalt des aus dem Böhmerwald stammenden Dichters Adalbert Stifter. Die Leitfigur des „Witiko“ ist für den Bund Sinnbild und Ausrichtung.
Witiko, der sein Handeln nicht auf den eigenen Vorteil, sondern auf das Ganze richtet, ist bestrebt, im Dienste der Menschheit das Richtige zu tun. Er ist ein Mann des Maßes und der Mitte, dem Gerechtigkeit und Sitte als Wegweisung dienen. Für das Zusammenleben in Böhmen ging für ihn die Bruchlinie niemals entlang der nationalen Unterschiede, sondern dort, wo Recht und Würde des anderen berührt wurden.
Der Witikobund wurzelt in der Tradition der bündischen Jugend, die sich mit dem Ziel der freien Entfaltung von Körper und Geist gegen jede Art von Bevormundung, Unterdrückung und Gleichschaltung auch in der Zeit des Nationalsozialismus zur Wehr gesetzt hat. Kronzeuge dafür ist Dr. Walter Brand, der für seine Überzeugung sechs Jahre ins KZ mußte und 1947 zu den Gründern des Witikobundes gehörte. Dr. Walter Becher nennt ihn geradezu den “Paten des Anfangs”.
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